Rubrik: News Freitag, 23. April 2010
Offizielle Google-Informanten verrieten im Google-Webmaster-Central-Blog, dass sie besessen von Geschwindigkeit seien – ein Bekenntnis, das man sonst wohl eher von Formel-Eins-Piloten erwarten würde.
Darum hätten sie nun eine neue Komponente in die Bewertungsalgorithmen integriert: die Website-Geschwindigkeit.
Momentan noch nur für englischsprachige Suchen über Google.com relevant, sollte diese Information dennoch zum Nachdenken und eventuellem Überarbeiten der eigenen Website anregen, denn:
Erstens wird es vermutlich nicht allzulang dauern, bis die Bewertungsänderung auch für den deutschsprachigen Raum des Google-Imperiums geltend wird, und zweitens gibt es auch über Google hinausgehende Gründe, die einen schnellen und reibungslosen Ablauf auf Ihrer Website unabdingbar machen:
Zu diesem Ergebnis kam eine im vergangenen Jahr durchgeführte Studie des IT-Unternehmens CA, die das Stresslevel von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Unternehmen aus fünf europäischen Ländern beim Benutzen verschiedenster gängiger Web-Anwendungen gemessen hat und zu erschreckenden Ergebnissen kam:
"Etwa Dreiviertel der Befragten (...) gaben an, mangelnde Web Performance führe zu Zeitverlust und beeinträchtige ihre Produktivität. 57 Prozent der Befragten ärgerten sich über lange Antwortzeiten und 39 Prozent betonten, dass ihre Zufriedenheit am Arbeitsplatz darunter leide, wenn Web-Anwendungen nicht fehlerfrei funktionieren. Schätzungen der Europäischen Kommission beziffern die Produktionsverluste in der EU aufgrund des Web-Stress auf 20 Milliarden Euro jährlich." (Dr. Jörg Hattwig in Computerwoche.de, 22.4.2010)
Wir sind schockiert.
Und insgeheim froh, dass uns oder unseren Kunden noch niemals mangelnde Site-Performance attestiert wurde – wir sind also nicht schuld am wirtschaftlichen Verfall des Abendlandes. Puh.